Container-Gewicht: Zuladung vs. Straßenlimit
Ein 40'-Container darf auf See rund 26,5 t Ladung tragen – der LKW, der ihn zum Hafen bringt, meist nicht. Für die Planung zählt das Straßenlimit.
Das Wichtigste
- Max. Zuladung (CSC-Schild): 20' ≈ 28 t, 40' ≈ 26,5 t
- Deutschland: 40 t zulässiges Gesamtgewicht, 44 t im Kombinierten Verkehr
- Praxis auf der Straße: ca. 22 t Ladung pro Container
- VGM (SOLAS): Die verifizierte Bruttomasse muss vor der Verladung gemeldet werden
Max. Zuladung des Containers
| Container | Innen L × B × H (cm) | Tür B × H (cm) | Volumen (m³) | Max. Zuladung (kg) |
|---|---|---|---|---|
| 20' GP (Standard) | 590 × 235 × 239 | 234 × 228 | 33.1 | 28,000 |
| 40' GP (Standard) | 1,203 × 235 × 239 | 234 × 228 | 67.6 | 26,500 |
| 40' HC (High Cube) | 1,203 × 235 × 269 | 234 × 258 | 76.0 | 26,500 |
| 45' HC | 1,355 × 235 × 269 | 234 × 258 | 85.7 | 27,500 |
| 20' RF (Reefer) | 545 × 229 × 227 | 229 × 226 | 28.3 | 27,400 |
| 40' HC RF (Reefer) | 1,158 × 229 × 255 | 229 × 256 | 67.6 | 29,200 |
Max. Zuladung = zulässiges Gesamtgewicht minus Leergewicht. Die Werte stehen auf dem CSC-Schild an der Containertür.
Warum ca. 22 t die praktische Grenze sind
In Deutschland darf ein Sattelzug 40 t wiegen, im Kombinierten Verkehr (Vor- und Nachlauf zum Bahn- oder Hafenterminal) 44 t. Zugmaschine und Containerchassis wiegen grob 12–14 t, der leere Container 2,2–3,9 t. Bei 40 t bleiben für die Ladung etwa 22–25 t – weniger bei schwererem Equipment oder in Ländern mit strengeren Grenzen.
Deshalb rechnet plan4cargo standardmäßig mit 22 t pro Container. Im Planer lässt sich der Wert mit ▲▼ ändern, z. B. für Kombinierten Verkehr oder Bahn.
Lastverteilung
- Schwerpunkt möglichst in der Mitte des Containers halten – längs und quer.
- Nie schwer auf leicht stapeln; die schwerste Ladung nach unten.
- Sehr schwere, kleine Stücke erzeugen Punktlasten auf dem Boden – mit Kanthölzern verteilen.
- Der CTU-Code (IMO/ILO/UNECE) ist die Referenz für Packen und Sichern im Container.
VGM – verifizierte Bruttomasse
Seit 2016 (SOLAS) muss der Verlader für jeden Exportcontainer die verifizierte Bruttomasse melden – durch Wiegen des beladenen Containers (Methode 1) oder durch Addieren von Ladung, Verpackung und Leergewicht (Methode 2). Ohne VGM wird der Container nicht verladen.
Die Werte sind typische Angaben für Standard-Equipment. Tatsächliche Maße und Grenzen hängen von Reederei, Container und Land ab – bitte immer bei Reederei bzw. Frachtführer prüfen.
Häufige Fragen
Wie viel Gewicht darf in einen 40-Fuß-Container?
Der Container selbst ist für ca. 26,5 t Ladung zugelassen, für den Straßentransport in Deutschland sind wegen der 40-t-Grenze aber etwa 22 t das praktische Maximum.
Ist für schwere Ladung ein 20- oder 40-Fuß-Container besser?
Für dichte, schwere Ware meist der 20': höhere Zuladung (ca. 28 t), und das Straßenlimit ist ohnehin erreicht, bevor der Platz voll ist.
Was ist die 44-Tonnen-Regel?
In Deutschland dürfen Fahrzeuge im Kombinierten Verkehr (Vor-/Nachlauf zum Bahn- oder Hafenterminal) bis 44 t statt 40 t wiegen – das erlaubt ein paar Tonnen mehr Ladung.